Unglaublich,
aber wahr! Jesus lebt! (Apg.26,8)
Apg. 26, 8: Warum wird es bei euch für unglaublich
gehalten, daß Gott Tote auferweckt?
Liebe
Gemeinde,
der
christliche Glaube ist in vielerlei Hinsicht unglaublich:
Unglaublich:
Gott kommt in unsere Welt und wird in Kesus im
Kuhstall geboren.
Unglaublich:
Gott stirbt in Jesus am Kreuz für uns
Unglaublich:
Gott überwindet den Tod, Jesus wird auferweckt.
Unglaublich,
aber wahr!
(Unglaublich
ist die Nachricht für den Außerirdischen, für ihn ist es der Knüller, dass der
Sohn Gottes auf die Erde kam. Aber er hat sicher nicht damit gerechnet, dass
der Sohn Gottes von den Menschen umgebracht wurde. Und die Botschaft von der
Auferstehung hat er auch nicht mehr erfahren.)
Etwas
Unglaubliches stand auch einmal in einer Lokal-Zeitung:
Ein Inserat einer Bank: »Wer
sich heute zwischen drei und halb vier Uhr nachmittags mit diesem Inserat bei
unserer Filiale in der Dorfstraße einfindet, bekommt alle Kreditschulden auf
der Stelle erlassen.« In der Dorfkneipe wurde laut gelacht, als jemand dieses
Inserat vorlas. Der ganze Stammtisch machte sich darüber lustig. Als einer der
Trinkfreudigen nun nach Hause gehen mußte, sah er
plötzlich einen Mann wie wild auf der Straße tanzen. »Denken Sie sich«, rief
der ihm zu, »mein ganzer Baukredit ist einfach von der Bank übernommen worden!
Keine Schulden mehr! Hatte meine Frau doch recht, als sie sagte, ich solle
einfach mal hingehen und schauen, ob das mit dem Inserat ein Witz ist!« Da bemerkte der Mann aus der Kneipe, wo er war: Gerade
vor der Bank, die die Anzeige aufgegeben hatte. Doch die Uhr im Uhrengeschäft
gegenüber zeigte schon Viertel vor Vier. Er mußte
seine Schulden selbst abzahlen. Er war zu spät gekommen..." Eine unglaubliche
Geschichte. Aber klar ist, was sie dir sagen möchte: Deine Schuld vor Gott
kannst du niemals selbst zurückzahlen. Das mußte ein
anderer für dich tun: Jesus. Der Zeitraum ist ein größerer als eine halbe
Stunde, es ist dein Leben. Daß du mit deiner Schuld
zu ihm kommen kannst, bezeugt die Bibel schwarz auf weiß - zuverlässiger als
die beste Zeitung! Du solltest nicht zögern, diesen befreienden Schuldenerlaß anzunehmen! Das Kreuz steht vor der
Auferstehung. Darum mußten wir zuerst davon reden.
Die Gute Nachricht von der Auferstehung bedeutet: Jesus lebt, seine
Auferweckung ist die Unterschrift unter dem Schuldenerlass. Es ist wirklich
möglich und wahr, dass wir neu anfangen können. Von
der Auferstehung her wird das Kreuz verstehbar und erst durch die Auferweckung
Jesu von den Toten gewinnt das kreuz die volle Relevanz!
Unglaublich finden viele Menschen auch, dass die
Auferstehung ein historisches Ereignis sein soll.
Bsp. Voltaire und die feine
Dame.
Grundsätzliche Überlegung
Wer Ereignisse nur dann als historisch
anerkennt, wenn sie in Entsprechung zu anderen historisch wahrscheinlichen
Ereignissen stehen, also den Kriterien der Analogie und der Kausalität genügen,
der wird auf Grund der biblischen Berichte feststellen: Die leibhaftige
Auferweckung Jesu ist historisch nicht fassbar. Die Auferweckung eines
Verstorbenen in einen neuen, verwandelten Leib sprengt alle Berichte von der
Wiederbelebung eines gerade erst verstorbenen Menschen (Lk
8,49ff; Joh 11,1ff). Dennoch stellt Hans-Joachim
Eckstein fest (Zur Wiederentdeckung der Hoffnung, S.95): Man kann »die
Auferstehung Jesu sehr wohl für historisch - d.h. wirklich und leibhaftig
geschehen - ansehen, ohne sie damit für historisch beweisbar zu halten.«
a) Die Lücke
In allen vier biblischen Evangelien gibt
es keinen Augenzeugenbericht von der Auferweckung Jesu. Da die
Leidensgeschichte sehr ausführlich geschildert wird, fällt es besonders auf,
dass zwischen der Grablegung Jesu und dem Auffinden des leeren Grabes eine
Schilderung der Auferweckung fehlt. Dies dürfen wir als ein beredtes Schweigen
bewerten. Die Evangelienschreiber haben gerade nicht die Lücke mit erfundenen
Geschichten ausgefüllt, wie man es ihnen oft unterstellt hat. Sie haben
vielmehr geschwiegen, weil sie keine Zeugenberichte besaßen.
b) Kritische Einwände gegen die Auferweckung Jesu
·
Manche behaupten: Die Jünger haben den
Leichnam Jesu gestohlen.
Doch die Jünger waren zu einer
solchen verwegenen Tat gar nicht in der Lage. Die wagten sich aus Furcht vor
Bestrafung nicht mehr auf die Straße. Ihr Wortführer (Petrus) verleugnete,
Jesusanhänger zu sein. Es ist nicht vorstellbar; dass diese kleine Schar
verzweifelter Männer den gut ausgebildeten römischen Soldaten einen Leichnam
stehlen, denn für einen solchen Fehler wurden römische Soldaten meist
hingerichtet (vgl. Apg 12,18f und 16,27t).
·
Manche behaupten: Jesus war nur
scheintot.
Doch wie kann ein Scheintoter;
der eine Geißelung und Kreuzigung durchlitten hat, unbemerkt einen riesigen
Rollstein wegwälzen, den drei gesunde Frauen kaum entfernen können (Mk 16,3), und einer römischen Bewachung entkommen?
·
Manche behaupten: Die Auferstehungserscheinungen
sind Visionen, die auf den Wunschvorstellungen der Jünger beruhen.
Doch die Jünger kannten solche
Wunschvorstellungen gar nicht. Die Jünger verstanden Jesu Leidensankündigungen
nicht (vgl. Mk 8,31ff u.a.m.).
Die Jünger waren völlig enttäuscht, was beispielhaft an Thomas deutlich wird,
der seinen Mitjüngern die Nachricht der Auferstehung nicht glauben kann. Wäre
die Auferstehung eine Vision, dann wäre das Grab nicht leer gewesen und die
Jünger schnell widerlegt. Aber solche Gegenbeweise konnten nicht erhoben
werden, und so entstand ausgerechnet in Jerusalem, in der Nähe des Grabes, die
erste christliche Gemeinde.
·
Manche behaupten: Die Auferstehung ist
nur eine Erfindung der späteren Gemeinde.
Doch die ältesten neutestamentlichen Berichte sprechen schon von der Auferstehung.
Der 1. Korintherbrief ist um das Jahr 56 geschrieben. In 1.Kor 15
berichtet Paulus von der Auferstehung. Paulus verdeutlicht in Vers 3, dass er
selbst das Folgende empfangen hat. Das Folgende, ein allgemein bekanntes Lied,
lässt durch seine Sprachgestalt eine aramäische Vorform erkennen, die auf sehr
frühe Abfassung schließen lässt. Schon in der ersten Gemeinde wurde dieses
Bekenntnis zu Jesu Sterben und Auferstehen formuliert. Und Paulus berichtet
hier auch, dass Jesus 500 Leuten gleichzeitig erschien. Davon lebten sicher
noch genug, die man fragen konnte, die damals, zwanzig jahre
zuvor, Augenzeugen waren.
·
Manche behaupten: Jesus ist nur Menschen
aus dem Jüngerkreis erschienen, d.h. Menschen, die unkritisch waren.
Doch Jesus ist auch dem
Christenverfolger Paulus und seinem leiblichen Bruder Jakobus erschienen.
Jakobus hat den messianischen Anspruch Jesu vor Karfreitag und Ostern
abgelehnt. Ja, er hat seinen Bruder einmal für geisteskrank gehalten (Mk 3,21).
c) Die Ergebnisse der
historischen Nachfrage
Die neutestamentlichen
Ostergeschichten sind im Wesentlichen historisch glaubwürdig.
Die Kraft
von Ostern entfaltet sich darin, dass wir dem Tod in all seinen Spielarten das
Recht bestreiten, sich über Gebühr aufzuspielen. ,,Der
Tod mit seiner Macht wird nichts bei mir geacht. Er
bleibt ein totes Bild, und wär er noch so wild!"
(Paul Gerhardt - EG 112,4). Das ist nicht die Verharmlosung des Todes, wohl
aber Aufstand und Protest gegen den Tod.
Christen
geben dem Tod der Beziehungen, dem Tod der Gefühle, dem Absterben der Hoffnung
und des Glaubens - so weit wie möglich - keinen Raum. Sie erteilen den
Vorboten des Todes, der Trostlosigkeit, Verzweiflung und Resignation Hausverbot
in ihrem Lebenshaus. Sie weigern sich, mit den Agenten des Todes, der
Krankheit, dem Krieg, dem Hunger und Unrecht. zusammenzuarbeiten. Und sie
verschweigen den Auferstandenen nicht, den Grund ihrer Hoffnung.
Denn die
Auferstehung kann alles Tote in unserem Leben wieder lebendig machen.
Davon
berichtet auch ein Mann in seinen Lebenserinnerungen:
Ich bin
Landwirt. Meine Frau ist in Russland geboren. Seit vielen Jahren bewohnen wir
unseren eigenen Hof in Yorkshire, England. Damals suchten wir eine
Haushaltshilfe, und meine Frau äußerte den Wunsch, eine russische Emigrantin
einzustellen.
Drei Wochen vor Ostern trat ein junges Mädchen
bei uns ihre Stellung an, ungefähr sechzehnjährig und stets mit einem
freundlichen Lächeln auf den Lippen. Wie wohltuend war ihre frische Art, weil
damals in unserer Familie, besonders zwischen uns Eheleuten, nicht eitel
Friede herrschte.
Am Ostermorgen hatten wir einen heftigen Streit.
Ein böses Wort gab das andere, bis ich schließlich sogar Mühe hatte, mich
äußerlich zu beherrschen. Ich hatte Lust, alles kurz und klein zu schlagen.
So saß ich denn am Frühstückstisch mit geballten
Fäusten. Als es an der Tür klopfte, sprang ich auf. Aber herein trat das
Mädchen mit dem Tablett, und mit sanftem Lächeln sagte es: ,,Kristos voskres!"
Der Gegensatz war unbeschreiblich. Da waren wir
beide, meine Frau und ich, mit zornroten Köpfen und Herzen voller Hass, und daneben
dieses Mädchen, das Frieden ausstrahlte.
Meine Frau wandte sich um, bedeckte das Gesicht
mit den Händen und begann zu weinen. Ich sah diese Tränen, fragte mich
überrascht, was hier passiert sei, und sagte: ,,Was hat das Mädchen
gesagt?" Denn ich verstehe nur wenig Russisch.
Meine Frau blickte auf - ich werde das nie
vergessen. Als ich sie ansah, las ich in ihrem Blick etwas von der Liebe, die
sie mir vor Jahren entgegengebracht hatte. Ganz einfach sagte sie: ,,Christus
ist auferstanden. Das hat Anna gesagt!" Plötzlich verstand ich den Zusammenhang.
Es war ja Ostern, und an Ostern grüßte man sich in Russland mit den Worten:
,,Christus ist auferstanden."
Was für traurige Erinnerungen musste dieser Gruß
in meiner Frau geweckt haben. Ich erkannte, dass sie sich im Geist
zurückversetzte in längst vergangene Zeiten. Wortlos trat sie zu mir, legte die
Hände auf meine Schulter und sagte: ,,Es tut mir Leid, mein Lieber, bitte verzeih
mir, wenn du kannst."
„Ich dir verzeihen? Wir haben beide Vergebung nötig, auch ich."
Sie können sich kaum vorstellen, welche
Veränderung das in unserem Haus bewirkt hat. Wahrhaftig, Christus war in
unseren Herzen auferstanden. Wir schauten auf zu ihm und begannen gemeinsam,
ihm zu dienen.
Es würde zu weit führen, wenn ich alles berichten
wollte, was seither geschehen ist. Ich weiß nur, dass wir heute zu den
glücklichsten Menschen gehören, und das, weil uns jemand im rechten Augenblick
an die große, herrliche Botschaft erinnert hat: ,,Der Herr ist wahrhaftig
auferstanden!"
So kann auch die Auferstehung von Jesus für uns
heute alles, was an Liebe untereinander abgestorben ist, neu lebendig machen!
Unglaublich? Wirklich?
Ja, es ist unglaublich, aber es ist wahr. Und es ist
erfahrbar.
Jesus
lebt!
Bibeltexte:
Apg. 26, (8)Warum wird es bei euch für unglaublich
gehalten, daß Gott Tote auferweckt?
(9)Ich habe zwar auch gemeint, ich müßte
gegen den Namen Jesus von Nazareth viel Feindseliges verüben,
(10)was ich auch zu Jerusalem tat; und viele der
Heiligen ließ ich ins Gefängnis schließen, wozu ich von den Hohenpriestern
die Vollmacht empfangen hatte, und wenn sie getötet werden sollten, gab ich die
Stimme dazu.
(11)Und in allen Synagogen zwang ich sie oft durch Strafen,
zu lästern, und über die Maßen gegen sie wütend, verfolgte ich sie sogar bis in
die auswärtigen Städte.
(12)Als ich nun in solchem Tun mit Vollmacht und
Erlaubnis der Hohenpriester nach Damaskus reiste,
(13)sah ich mitten am Tage auf dem Wege, o König, vom
Himmel her ein Licht, heller als der Sonne Glanz, welches mich und meine
Reisegefährten umleuchtete.
(14)Und da wir alle zur Erde fielen, hörte ich eine
Stimme in hebräischer Sprache zu mir sagen: Saul, Saul! was verfolgst du mich?
Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen!
(15)Ich aber sprach: Wer bist du, Herr? Der Herr aber
sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst!
(16)Aber steh auf und tritt auf deine Füße! Denn dazu
bin ich dir erschienen, dich zu verordnen zum Diener und Zeugen dessen, was du
von mir gesehen hast und was ich dir noch offenbaren werde,
(17)und ich will dich erretten von dem Volk und von
den Heiden, unter welche ich dich sende,
(18)um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich
bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott,
auf daß sie Vergebung der Sünden und ein Erbteil
unter den Geheiligten empfangen durch den Glauben an mich!
(19)Daher, König Agrippa, bin ich der himmlischen
Erscheinung nicht ungehorsam gewesen,
(20)sondern ich habe zuerst denen in Damaskus und in
Jerusalem und dann im ganzen jüdischen Lande und den Heiden verkündigt, sie
sollten Buße tun und sich zu Gott bekehren, indem sie Werke tun, die der Buße
würdig sind.
(21)Deswegen griffen mich die Juden im Tempel und
suchten mich umzubringen.
(22)Aber da mir Hilfe von Gott widerfahren ist, so
stehe ich bis auf diesen Tag und lege Zeugnis ab vor Kleinen und Großen und
lehre nichts anderes, als was die Propheten und Mose
gesagt haben, daß es geschehen werde:
(23)nämlich, daß Christus
leiden müsse und daß er, der Erstling aus der
Auferstehung der Toten, Licht verkündigen werde dem
Volke und auch den Heiden.
Luk.24, 46: So steht es geschrieben, daß Christus leiden und am dritten Tage von den Toten
auferstehen werde (Jesus zu den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus)
2.Tim.2,(8)Halt im Gedächtnis Jesus Christus, der von
den Toten
auferstanden ist
Röm.10,(9)Denn wenn du mit
deinem Munde Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, daß Gott ihn von den Toten auferweckt hat, so wirst du
gerettet;
Apg.13, 26)Ihr Männer und Brüder, Söhne des
Geschlechtes Abrahams, und die unter euch Gott fürchten, an euch ist dieses
Wort des Heils gesandt.
(27)Denn die, welche in Jerusalem wohnen, und ihre
Obersten haben diesen nicht erkannt und haben die Stimmen der Propheten, die an
jedem Sabbat gelesen werden, durch ihr Urteil erfüllt.
(28)Und obgleich sie keine Todesschuld fanden,
verlangten sie doch von Pilatus, daß er hingerichtet
werde.
(29)Und nachdem sie alles vollendet hatten, was von
ihm geschrieben steht, nahmen sie ihn vom Holze herab und legten ihn in eine
Gruft.
(30)Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt.
(31)Und er ist mehrere Tage hindurch denen erschienen,
die mit ihm aus Galiläa nach Jerusalem hinaufgezogen waren, welche nun seine
Zeugen sind vor dem Volk.
(32)Und wir verkündigen euch das Evangelium von der
den Vätern zuteil gewordenen Verheißung, daß Gott
diese für uns, ihre Kinder, erfüllt hat, indem er Jesus auferweckte. (Predigt
in Antiochia)